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Alexander Fankhauser – Österreichischer Autor und Koch: Ein Leben für die Kulinarik

Einleitung: Ein Tiroler, der Österreich das Kochen lehrte

In der österreichischen Gastronomielandschaft gibt es wenige Namen, die so sehr mit Leidenschaft, Handwerk und Fernsehcharme verbunden sind wie der von Alexander Fankhauser. Der am 9. Jänner 1974 in Hochfügen im Zillertal geborene Koch, Kochbuchautor und Fernsehstar hat im Laufe seiner bemerkenswerten Karriere nicht nur die Herzen der Zuschauer gewonnen, sondern auch die höchsten Auszeichnungen der österreichischen und internationalen Gastronomie erhalten. Vom kleinen Hoteldorf in Tirol bis in die Küchen Londons, Florenz’ und Los Angeles’ – die Geschichte von Alexander Fankhauser ist eine Geschichte von Fleiß, Talent und der tiefen Liebe zu seiner Heimat.

Biografie-Tabelle: Alexander Fankhauser

KategorieDetails
NameAlexander Fankhauser
Geburtsdatum9. Jänner 1974
GeburtsortHochfügen, Zillertal, Tirol (Österreich)
NationalitätÖsterreichisch
BerufKoch, Küchenchef, Kochbuchautor, Fernsehkoch
Bekannt durchORF-Sendung „Frisch gekocht mit Andi & Alex“
RestaurantRestaurant „Alexander“ im Hotel Lamark
Standort RestaurantHochfügen, Zillertal (ca. 1.500 m Seehöhe)
AusbildungHotelfachschule Villa Blanka, Innsbruck
Internationale ErfahrungItalien (Florenz), UK (London), USA (Los Angeles)
TV-PartnerAndreas „Andi“ Wojta
AuszeichnungenGault Millau „Koch des Jahres 2005“, Michelin-Stern, Romy 2010
StilTiroler Küche + moderne Gourmet-Interpretationen
Kochbücher„Kochen mit Andi und Alex“, „Tiroler Kost & höchste Küche“
PrivatlebenLebt in Hochfügen, verheiratet, 2 Kinder

Kindheit und Herkunft: Verwurzelt im Zillertal

Alexander Fankhauser wuchs als Sohn von Gretl und Lutz Fankhauser auf, den Besitzern des Hotel Lamark in Hochfügen. Da seine Eltern in den frühen Jahren alle Kraft in den Aufbau ihres Hotels steckten, pendelte der junge Alexander oft zwischen Hochfügen und Kleinboden, dem Wohnort seiner Großmutter. In Fügen im Zillertal besuchte er Kindergarten, Volksschule und Hauptschule – eine bodenständige Kindheit inmitten der Tiroler Bergwelt, die ihn bis heute prägt.

Diese engen Wurzeln in der Natur und in der regionalen Kultur des Zillertals haben Fankhausers kulinarische Philosophie nachhaltig geformt. Wer ihn kennt, weiß: Für ihn ist Kochen keine abstrakte Wissenschaft, sondern Ausdruck von Heimat, Tradition und persönlicher Geschichte. Die Tiroler Bergwelt, in der er aufgewachsen ist, ist bis heute eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration für seine Gerichte.

Ausbildung: Villa Blanka und der Weg in die Welt

Den ersten entscheidenden Schritt auf seinem Weg zum Profikoch machte Alexander Fankhauser an der renommierten Hotelfachschule Villa Blanka in Innsbruck, die er 1993 erfolgreich mit der Matura abschloss. Diese Schule gilt als eine der besten Ausbildungsstätten für Köche und Hotelfachleute in ganz Österreich – ein idealer Startpunkt für eine internationale Karriere.

Direkt nach dem Abschluss zog es Fankhauser ins Ausland. 1993 absolvierte er ein F&B-Training im renommierten Helvetia Bristol in Florenz, wo er erste internationale Eindrücke sammelte und die Raffinesse der italienischen Küche kennenlernte. 1994 folgte London: Im Mandarin Oriental Hotel am Hyde Park verfeinerte er seine Kochkünste in einem der elegantesten Luxushotels der britischen Hauptstadt.

1995 kehrte er nach Österreich zurück und bewarb sich erfolgreich beim Restaurant Korso, dem Spitzengastronomie-Betrieb von Starküchenchef Reinhard Gerer im Hotel Bristol nahe der Wiener Staatsoper. Was als Bewerbung begann, wurde zu einer fünfjährigen Zusammenarbeit und einer tiefen Freundschaft. Fankhauser selbst bezeichnete diese Zeit als die wichtigste Phase seines beruflichen Aufstiegs – und noch heute nennen er und sein späterer TV-Partner Andi Wojta Reinhard Gerer als „ihren Chef”.

Amerika, Wolfgang Puck und die Rückkehr nach Hause

Im Herbst 1999 fasste Alexander Fankhauser einen mutigen Entschluss: Er gab seine Tätigkeit als Küchenchef im heimischen Hotel Lamark vorübergehend auf und reiste im Mai und Juni 2000 in die USA, um die amerikanische Gastronomie hautnah zu erleben. Der Höhepunkt dieser Reise war der Besuch bei Wolfgang Puck, dem austro-amerikanischen Starkoch, in dessen berühmtem Restaurant Spago in Los Angeles. Diese Begegnung mit Puck und der kalifornischen Küche hinterließ tiefe Eindrücke und bereicherte Fankhausers kulinarischen Horizont um eine weitere wichtige Dimension.

Mit einem Koffer voller Erfahrungen, internationaler Inspiration und einem geschärften Blick für Innovation kehrte Fankhauser nach Hochfügen zurück – dieses Mal, um zu bleiben. 2001 eröffnete er im Hotel Lamark seiner Familie das Restaurant „Alexander”, eines der höchstgelegenen Gourmetrestaurants Österreichs auf rund 1.500 Metern Seehöhe, fast an der Baumgrenze. In einer Gegend, die von Laufkundschaft weit entfernt ist, verstand es Fankhauser, Gourmets aus ganz Österreich und dem Ausland auf den Berg zu locken – eine Leistung, die seine außergewöhnliche Qualität als Koch unter Beweis stellt.

Das Restaurant Alexander: Kulinarik auf 1.500 Metern

Wer das Restaurant Alexander in Hochfügen besucht, erlebt eine seltene Kombination: majestätisches Alpenpanorama und Hochküche auf internationalem Niveau. Die Fichtenholz-Stube des Hotel Lamark hat sich unter Fankhausers Führung zu einem Feinschmeckertreff ersten Ranges entwickelt. Auf der Speisekarte finden sich kreative Interpretationen klassischer Tiroler Gerichte ebenso wie internationale Feinheiten – stets verbunden durch Fankhausers unverkennbare Handschrift.

Seinen kreativen Ansatz beschreibt der Küchenchef so: Lieber Gerichte schaffen, die der Gast schon kennt, die er aber im Restaurant neu entdecken kann. Dieser Vergleich, dieses Staunen – das ist für Fankhauser die eigentliche Belohnung seiner Arbeit. Es geht ihm nicht darum, das Kochen neu zu erfinden, sondern darum, vertraute Aromen in unerwarteten Kombinationen neu zu erzählen.

Zu den bekanntesten Spezialitäten des Hauses zählen die Zillertaler Ofenleber, die mittlerweile fast Kultstatus genießt, sowie der hausgebeizte schottische Wildlachs auf Kalbskopfragout – ein Gericht, das regionale und internationale Elemente meisterhaft vereint. Die Menüs variieren zwischen drei und zehn Gängen und werden von einer sorgfältig zusammengestellten Weinkarte begleitet.

Auszeichnungen: Ein Koch auf dem Gipfel seines Fachs

Der Erfolg des Restaurants Alexander blieb nicht unbemerkt. Bereits 2001 erhielt Fankhauser seine ersten zwei Hauben und 16 Punkte vom angesehenen Gault Millau – eine frühe Bestätigung seines außergewöhnlichen Talents. Im Jahr 2005 folgte die wohl bedeutendste Einzelauszeichnung seiner Restaurantkarriere: der Titel „Koch des Jahres 2005″ des Gault Millau, verbunden mit drei Hauben und 17 Punkten. Ebenfalls seit 2005 wird das Restaurant Alexander jährlich mit einem Stern des Guide Michelin ausgezeichnet – ein Status, den Fankhauser seither konsequent verteidigt.

2013 krönte die renommierte Fachzeitschrift A la Carte seine kreative Arbeit mit dem Trophée Gourmet für kreative Küche – eine Anerkennung, die seinen Ruf als einer der innovativsten Köche Österreichs weiter festigte.

Auf die Frage nach dem nächsten kulinarischen Traum antwortete Fankhauser in einem Interview: „Das wäre einmal die vierte Haube. Aber das bestimmen andere. Und es sind nicht allein die Hauben, die zählen – zufriedene Gäste und ein gesunder Betrieb sind die Grundvoraussetzungen, in der Küche Spitzenleistungen zu bringen.” Diese Antwort sagt viel über den Menschen hinter dem Koch aus: bodenständig, ambitioniert, aber niemals arrogant.

Fernsehkarriere: „Andi & Alex” – Ein Kultduett beim ORF

Parallel zu seiner Restaurantarbeit entwickelte sich Alexander Fankhauser zu einem der bekanntesten Fernsehköche Österreichs. Im Jahr 2003 hatte er seinen ersten Fernsehauftritt als Vertreter des Bundeslandes Tirol in der ORF-Sendung Frisch gekocht ist halb gewonnen auf ORF 2. Die Zuschauer liebten ihn sofort: seinen Tiroler Charme, seine Natürlichkeit vor der Kamera und seine Fähigkeit, komplexe Kochvorgänge verständlich und unterhaltsam zu erklären.

Im Jänner 2008 übernahmen Alexander Fankhauser und sein langjähriger Freund und Kochkollege Andreas „Andi” Wojta die Hauptrollen in der nun umbenannten Sendung Frisch gekocht mit Andi und Alex. Was folgte, war ein Jahrzehnt kulinarischer Unterhaltung auf höchstem Niveau. Bis Ende 2013 kochten die beiden in dieser Sendung gemeinsam – locker, herzlich, fachkundig und mit einer Chemie, die man nicht proben kann. Das Publikum war begeistert: „Andi & Alex” wurde zu einem echten Kultbegriff im österreichischen Fernsehen.

Im Herbst 2018 kehrten die beiden auf die Bildschirme zurück: Die neue Kochshow Andi & Alex am Sonntag auf ORF 2 lud Freunde und Lebensmittelproduzenten in die Küche – mit einem atemberaubenden Blick über Wien. Die Sendung bewies einmal mehr, dass das Duo nichts von seiner Anziehungskraft verloren hatte.

Über die Besonderheit ihrer Partnerschaft sagt Fankhauser: „Er ist mein bester Freund – wir haben schon vor über 20 Jahren bei Reinhard Gerer miteinander gekocht.” Diese echte Verbundenheit ist es, die das TV-Duo so authentisch und unverwechselbar macht.

Romy 2010: Österreichs beliebteste Show-Entertainer

Der Höhepunkt der Fernsehkarriere von Alexander Fankhauser und Andreas Wojta kam im Jahr 2010: Beim Romy, dem wichtigsten österreichischen Fernsehpreis, wurden die beiden in der Kategorie „Beliebteste Show Entertainer Österreichs” ausgezeichnet. Diese Auszeichnung, die nicht von einer Jury, sondern vom Publikum verliehen wird, ist ein besonderes Zeichen der Wertschätzung – und ein Beweis dafür, dass „Andi & Alex” nicht nur Küchenprofis, sondern echte Volksherzen geworden waren.

Alexander Fankhauser als Autor: Kochbücher für die Küche daheim

Neben seiner Tätigkeit als Restaurantkoch und Fernsehstar ist Alexander Fankhauser auch als Kochbuchautor bekannt. Seine Bücher verbinden das Fachwissen eines Spitzenkochs mit der Zugänglichkeit und Herzlichkeit, die ihn auch im Fernsehen auszeichnet.

Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen:

  • „Tiroler Kost & höchste Küche – Das Kochbuch vom ‚Koch des Jahres 2005′” (gemeinsam mit Christian Grünwald, D+R Verlag Wien, 2005) – ein Werk, das regionale Tiroler Küche mit Gourmetanspruch verbindet.
  • „Kochen mit Andi und Alex – Die besten Rezepte von Andreas Wojta und Alexander Fankhauser” (gemeinsam mit Andreas Wojta, D+R Verlag Wien, 2008) – das Begleitbuch zur populären ORF-Sendung, das tausende österreichische Haushalte in ihre Küchen lockten.

Diese Bücher sind nicht nur Rezeptsammlungen, sondern Einladungen: zum Nachkochen, zum Genießen, zum Entdecken der österreichischen und Tiroler Kulinarik in ihrer ganzen Tiefe.

Privatleben: Verwurzelt in Hochfügen

Trotz des Ruhms und der zahlreichen Auszeichnungen ist Alexander Fankhauser dem geblieben, was er immer war: ein Tiroler, der in seiner Heimat zu Hause ist. Er lebt gemeinsam mit seiner Frau Petra in Hochfügen und ist Vater von zwei Kindern. In seiner Freizeit genießt er das Golfen und die Musik der Zillertaler Schürzenjäger – und findet beim Wandern in den Tiroler Bergen die Inspiration für neue Gerichte.

Seinen Erfolg erklärt Fankhauser auf bescheidene Weise: Er sieht sein Talent als Geschenk, das der „Herrgott” ihm gegeben hat – und das er mit aller Sorgfalt pflegt. Diese Mischung aus Demut, Dankbarkeit und Leistungsbereitschaft macht Alexander Fankhauser zu einer einzigartigen Persönlichkeit in der österreichischen Gastronomie.

Fazit: Eine Karriere, die inspiriert

Alexander Fankhauser ist weit mehr als ein Koch. Er ist ein Botschafter der Tiroler Küche, ein Fernsehcharakter, dem ganz Österreich vertraut, ein Buchautor mit Leidenschaft und ein Mensch, dessen Bodenständigkeit genauso beeindruckt wie seine kulinarische Brillanz. Vom Hoteldorf Hochfügen über die Küchen Londons und Wien bis in die Wohnzimmer von Millionen österreichischen Zuschauern – seine Geschichte zeigt, dass echter Erfolg dann entsteht, wenn Talent auf harte Arbeit und auf die Liebe zu dem trifft, was man tut.

Wer einmal im Restaurant Alexander auf 1.500 Metern Seehöhe gespeist hat, versteht sofort: Hier kocht ein Mensch, der nicht für Auszeichnungen kocht – sondern für den Moment, in dem ein Gast den ersten Bissen nimmt und lächelt.

Dieser Artikel erschien auf Nachrichten Zen – Ihrem österreichischen Nachrichtenportal für Kultur, Gesellschaft und Lebensart. Auf Nachrichten Zen finden Sie regelmäßig tiefgehende Porträts, Reportagen und Hintergrundartikel über Menschen, die Österreich prägen – von der Kulinarik bis zur Kultur. Besuchen Sie uns unter Nachrichten Zen für weitere inspirierende Geschichten aus der österreichischen Lebensart.

Häufig gestellte Fragen zu Alexander Fankhauser

Wer ist Alexander Fankhauser?

Alexander Fankhauser ist ein österreichischer Spitzenkoch, Fernsehkoch und Kochbuchautor aus dem Zillertal in Tirol. Er wurde besonders durch seine TV-Sendung „Andi & Alex“ im ORF bekannt.

Wo befindet sich das Restaurant von Alexander Fankhauser?

Sein Restaurant „Alexander“ befindet sich im Hotel Lamark in Hochfügen im Zillertal. Es liegt auf rund 1.500 Metern Seehöhe und zählt zu den höchstgelegenen Gourmetrestaurants Österreichs.

Hat Alexander Fankhauser einen Michelin-Stern?

Ja, das Restaurant Alexander wurde mehrfach mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet und zählt zudem zu den mehrfach prämierten Gourmetrestaurants mit hohen Bewertungen von Gault Millau.

Durch welche TV-Sendung wurde er berühmt?

Alexander Fankhauser wurde vor allem durch die ORF-Kochshow „Frisch gekocht mit Andi und Alex“ bekannt, die er gemeinsam mit Andreas Wojta moderierte.

Hat Alexander Fankhauser Kochbücher veröffentlicht?

Ja, er ist auch Kochbuchautor und hat mehrere Bücher veröffentlicht, darunter Werke über Tiroler Küche sowie Rezepte aus seiner TV-Sendung „Andi & Alex“.

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